Samstag, April 5, 2025
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Zugausfälle zwischen Neunkirchen und Saarbrücken sowie Homburg bei Linien RE 3, RB 73 und RB 74

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Mainz, 15.01.2025

Aufgrund von Instandhaltungsarbeiten durch die DB InfraGo entfallen abends und nachts vom 20. bis 22. Januar 2025 Züge der Linie RE 3 und RB 73 zwischen Neunkirchen und Saarbrücken sowie bei der RB 74 zwischen Neunkirchen und Homburg. Als Ersatz fahren Busse auf den entfallenden Abschnitten. Einzelne RE 3 fahren in Saarbrücken an den Baustellentagen wenige Minuten früher ab.

Alle aktuellen Baustellen mit entsprechenden Fahrplaninformationen sind in einer Übersicht unter www.vlexx.de/fahrplanabweichungen zu finden.

Fahrgäste sollten sich vor Antritt der Fahrt über mögliche Änderungen in den Auskunftsmedien der Verbünde wie des saarVV (www.saarvv.de), des RNN (www.rnn.info) oder den DB Navigator informieren. 

Für die entstehenden Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten bittet vlexx um Verständnis.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Quelle: Pressestelle vlexx

60 Jahre THW Freisen: Ein Jubiläumsjahr voller Pläne und Engagement

Der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Freisen startet mit ambitionierten Projekten und einem vielfältigen Programm in sein 60. Jubiläumsjahr. Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen, die nicht nur den Rückblick auf die erfolgreiche Geschichte des Ortsverbands feiern, sondern auch neue Impulse setzen sollen.

Den offiziellen Start ins Jubiläumsjahr bildete die Helferversammlung am vergangenen Freitag. Dabei wurden 50 Einsatzkräfte mit dem Ehrenzeichen „Hochwasserhilfe Saarland 2024“ ausgezeichnet, in Anerkennung ihrer Leistungen bei der Flutkatastrophe im Sommer. Sie hatten Wohngebiete von Wassermassen befreit, Deiche entlastet und die Verpflegung anderer Einheiten sichergestellt. Zudem ehrte Ortsbeauftragter Günter Schmitt zwei langjährige Mitglieder: Susanne Keller und Lisa Zewe wurden für ihre zehnjährige Mitgliedschaft im THW gewürdigt.

Zugführer Jochen Schneider stellte in der Versammlung neue Funktionsträger vor. Marcel Schütz wird künftig als Truppführer in der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen tätig sein, während Ralf Euler die Aufgabe des Kraftfahrers in der Fachgruppe Logistik-Verpflegung übernimmt. Jan-Luca Schwan, frisch ausgebildeter Kraftfahrer für Lkw, wird den bald eintreffenden Mehrzweckgerätewagen der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung führen. Diese personellen und technischen Neuerungen sollen die Einsatzbereitschaft und Effizienz des Ortsverbands weiter stärken.

Ein zentraler Schwerpunkt des Jubiläumsjahres ist die Gewinnung neuer Mitglieder. Am 24. Januar startet eine Jubiläumsgrundausbildung, die ausdrücklich Interessierte jeden Alters anspricht – von Jugendlichen ab 16 Jahren bis hin zu Erwachsenen und Ruheständlern. „Vorerfahrung im Bevölkerungsschutz ist nicht notwendig“, betont der Ortsverband. Die Ausbildung bietet eine fundierte Grundlage für die ehrenamtliche Mitwirkung im THW. Informationen und Anmeldungen sind online unter www.thw-freisen.de/grundausbildung möglich.

Zu den Höhepunkten des Jubiläums zählen der Fahrradbasar am 6. April sowie ein großes Festwochenende am 28. und 29. Juni. Beim Tag der offenen Tür sollen Live-Musik und weitere Attraktionen die Besucherinnen und Besucher begeistern. Daneben setzen die Freisener Helferinnen und Helfer mit einer besonderen Aktion ein Zeichen: Über das Jahr verteilt wollen sie in großer Zahl an örtlichen Blutspendeterminen teilnehmen und so die Bedeutung von Spendenbereitschaft unterstreichen.

Mit rund 130 Mitgliedern, darunter eine seit 50 Jahren bestehende Jugendgruppe, und Projekten wie der Jubiläumsgrundausbildung zeigt das THW Freisen, wie ehrenamtliches Engagement nachhaltig gestaltet werden kann. Ortsbeauftragter Günter Schmitt sieht das Jubiläumsjahr als Gelegenheit, nicht nur die Erfolge der Vergangenheit zu feiern, sondern auch die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Wir möchten zeigen, wie wichtig der Bevölkerungsschutz ist und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann.“

Masterplan Wasserversorgung 2040: Saarland sichert Trinkwasser für die Zukunft

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Das Saarland hat mit dem Masterplan Wasserversorgung 2040 einen weitreichenden Schritt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung gemacht. Politik und Verbände präsentierten das umfassende Konzept, das als Leitfaden für eine nachhaltige und zukunftssichere Wasserversorgung dienen soll. Angesichts zunehmender klimatischer Herausforderungen, alternder Infrastruktur und steigender Anforderungen steht die Wasserwirtschaft vor großen Aufgaben.

Klimawandel und Infrastruktur als Herausforderung

„Wasser ist ein lebenswichtiges Gut, das geschützt werden muss“, erklärte Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes. Die Auswirkungen des Klimawandels, darunter längere Trockenperioden, heißere Sommer und eine wachsende Konkurrenz um Wasserressourcen, setzen die Versorger unter Druck. Auch der demografische Wandel und strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft erhöhen die Belastung.

Zusätzlich stehen viele Anlagen und Leitungen vor dem Ende ihrer Nutzungsdauer, was Investitionen in die Infrastruktur notwendig macht. Der Masterplan bietet einen Fahrplan, um die Verfügbarkeit und Qualität von Trinkwasser langfristig zu gewährleisten.

Ziele des Masterplans

Der Masterplan, der in Zusammenarbeit mit verschiedenen Landesministerien, Verbänden und Forschungsinstituten entstand, zielt darauf ab, die Wasserversorgung im Saarland nicht nur zu sichern, sondern auch nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Grundwasserneubildung, da Grundwasser die wichtigste Trinkwasserquelle im Saarland ist.

Die strategischen Leitlinien des Plans basieren auf wissenschaftlichen und technologischen Analysen. Sie umfassen Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur, die Förderung interkommunaler Kooperationen und die Nutzung von Synergien zwischen den Wasserversorgungsunternehmen (WVU). Ziel ist es, die Versorgungskosten im Rahmen zu halten und gleichzeitig höchste Standards zu gewährleisten.

Kosten und Investitionen

„Den hohen Qualitätsstandard der Wasserversorgung in Deutschland unter schwierigeren Rahmenbedingungen zu halten, wird nicht zu Nulltarif möglich sein“, betonte Dr. Ralf Levacher, Landesgruppenvorsitzender des VKU Saarland. Der durchschnittliche Literpreis von Trinkwasser im Saarland liegt derzeit bei 0,0025 Euro, was einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 117,50 Euro entspricht. Selbst bei einer Preissteigerung um ein Drittel würde der jährliche Mehraufwand pro Person nur etwa 40 Euro betragen.

Kooperation als Schlüssel

Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die bessere Vernetzung der WVU, um Spitzenverbräuche auszugleichen und die Effizienz zu steigern. „Im Unterschied zu vielen kleinteiligen Insellösungen macht der Masterplan deutlich, wie viel Potenzial in einer stärkeren Vernetzung der saarländischen WVU untereinander, dem Teilen von Know-how, Engagement und Materialien, schlummert“, so Dr. Hanno Dornseifer, Vorstandsvorsitzender des VEWSaar.

Ein Blick in die Zukunft

Der Masterplan evaluiert nicht nur bestehende Konzepte wie das Ökologische Wasserversorgungskonzept Saar von 1996, sondern definiert auch neue Ansätze, um den wachsenden Herausforderungen zu begegnen. Mit Szenarien bis 2040 zeigt er die notwendigen Handlungsfelder auf, von der Digitalisierung der Infrastruktur bis hin zu nachhaltigen Lösungen für Wassergewinnung und -verteilung.

Angesichts der langfristigen Ziele und der klar definierten Maßnahmen sieht das Saarland sich gut aufgestellt, um die Trinkwasserversorgung für kommende Generationen sicherzustellen. Der Masterplan steht online zur Verfügung: www.vewsaar.de/mpw2040.

St. Ingbert setzt beim Neujahrsempfang ein Zeichen des Optimismus

St. Ingbert – Rund 800 Gäste versammelten sich am Sonntag in der Stadthalle von St. Ingbert, um am Neujahrsempfang der Stadt teilzunehmen. Festlich geschmückt und begleitet von der Bergkapelle, die mit schwungvollen Melodien den Ton vorgab, bot die Veranstaltung nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft der Stadt.

„Jede Zeit hat Risiken und Chancen. Aber wir in St. Ingbert haben die Grundlagen und Menschen, die den Wandel in unserer Stadt schaffen!“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer in seiner Ansprache. Nach einem Imagefilm, der das Jahr 2024 Revue passieren ließ, betonte Meyer die Notwendigkeit, den Blick nach vorne zu richten. Mit dem Beckerturm, der vom ehemaligen Brauereistandort zum Innovationspark mit doppelt so vielen Arbeitsplätzen wurde, illustrierte er das Potenzial von Wandel und Entwicklung in der Stadt.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Sicherheit. „Aggression gegen Menschen, die jeden Tag rund um die Uhr – häufig ehrenamtlich – für unsere Sicherheit sorgen, ist unmittelbar und konsequent zu verurteilen!“, stellte Meyer klar. Er rief alle Menschen, die sich in Vereinen und Institutionen für die Sicherheit der Bürger einsetzen, auf die Bühne. Der langanhaltende Applaus der Gäste unterstrich die Wertschätzung für dieses Engagement.

Nico Ganster, Vorsitzender des Vereins Handel und Gewerbe St. Ingbert e.V. (HGSI), mahnte die schwierige wirtschaftliche Gesamtlage an: „Der Wirtschaft geht es schlecht, und Verunsicherungen, wie sie von der großen Politik häufig initiiert werden, können wir gar nicht brauchen.“ Dennoch hob er die vergleichsweise niedrige Leerstandsquote in St. Ingbert hervor und sprach der lokalen Wirtschaftsförderung seinen Dank aus. Er forderte zudem ein klares Bekenntnis zur Innenstadt und eine stärkere Wertschätzung von Handwerksberufen.

Christian Rach, Fernsehkoch und gebürtiger St. Ingberter, sprach in seinem Impulsvortrag über die Bedeutung von Optimismus: „Optimismus zählt.“ Er lobte Projekte wie die INGO-App, die neue Baumwollspinnerei und Bürger-Flohmärkte, die zeigen, dass St. Ingbert aktiv an seiner Zukunft arbeitet.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation von Prof. Dr. Michael Backes, Geschäftsführer des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit. Er zeigte erste Modellbilder des neuen Gebäudes am Neumann-Gelände. „Das runde Gebäude in der Größe der Allianz-Arena, eingebettet in die topografische Kuhle, wird mit seinem begrünten Parkhaus, dem Hochsicherheitstrakt und dem offenen und öffentlich zugänglichen Innengelände mit Cafés und Grünflächen ein Wahrzeichen für St. Ingbert werden!“, versprach Backes.

Der Abend endete mit Dankesworten an die zahlreichen Mitwirkenden, von der Bergkapelle über die Feuerwehr bis hin zu den Sponsoren. Der Neujahrsempfang zeigte, dass St. Ingbert trotz globaler Unsicherheiten an einer zukunftsgerichteten und optimistischen Ausrichtung festhält. Die Gäste zeigten mit ihrem Austausch und ihrer Beteiligung Vertrauen in die Zukunft ihrer Stadt.

Toter Silberreiher in Mandelbachtal: Polizei ermittelt wegen illegaler Tötung

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Mandelbachtal – Am Morgen des 15. Januar 2025 wurde in Gräfinthal, Bliesmengen-Bolchen, ein toter Silberreiher entdeckt. Laut Polizei wurde das streng geschützte Tier zuvor im Flug mit einer bislang unbekannten Schusswaffe beschossen. Der Reiher stürzte daraufhin in einen Bachlauf und verendete.

Zeugen berichteten von dem Vorfall, woraufhin die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen der illegalen Tötung des Tieres eingeleitet hat. Der Silberreiher gehört zu den besonders und streng geschützten Arten, deren gezielte Tötung eine Straftat darstellt.

Aufruf zur Mithilfe
Die Polizeiinspektion Homburg bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06841-1060 zu melden.

2-Euro-Sammlermünze mit Saarschleife ab 16. Januar im Umlauf

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Ab dem 16. Januar 2025 wird die Saarschleife zum Zahlungsmittel: Eine neue 2-Euro-Sammlermünze, die das berühmte Flussmotiv zeigt, wird anlässlich der Bundesratspräsidentschaft des Saarlandes ausgegeben. Die Münze kann ab diesem Tag im gesamten Euro-Raum als offizielles Zahlungsmittel genutzt werden.

Die Münze ist nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern auch ein Symbol für die Präsentation des Saarlandes in Europa. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger erklärte begeistert: „Die Bundesratspräsidentschaft ist ein echter Gewinn für das Saarland. Mit dem Saarland in der Tasche können wir künftig im ganzen Euro-Raum bezahlen, ob den Espresso in Italien, ein Glas Wein in Frankreich oder Piroggen in Polen.“

Die Bildseite der Münze wurde vom Frankfurter Künstler Carsten Wolff entworfen. Sie zeigt eine abstrahierte Darstellung der Saarschleife, die die markante Flusslandschaft mit ihrem ikonischen Verlauf in den Fokus rückt. Ergänzt wird das Motiv durch den Schriftzug „SAARLAND“, die Initialen des Künstlers, die Nationalitätskennzeichnung „D“ für Deutschland, den Prägebuchstaben der jeweiligen Münzstätte und das Ausgabejahr 2025.

Die europäische Seite entspricht der Standard-Wertseite aller 2-Euro-Münzen und zeigt die Europakarte ohne Ländergrenzen. Technisch unterscheidet sich die Sammlermünze nicht von den regulären 2-Euro-Umlaufmünzen.

Für Sammler gibt es ein spezielles Set mit fünf Münzen aller deutschen Prägestätten. Dieses kann über „Münze Deutschland“ beim Bundesverwaltungsamt erworben werden.

Landrat Patrik Lauer begrüßt geplante Krankenhaus-Kooperation in Saarlouis

Saarlouis – Mit Blick auf die geplante Kooperation zwischen den beiden Saarlouiser Krankenhäusern äußerte sich Landrat Patrik Lauer positiv: „Ich begrüße den Schritt zu einer umfassenden Kooperation der beiden Saarlouiser Krankenhäuser sehr. Miteinander statt nebeneinander: Das ist angesichts der systemischen Unterfinanzierung der Krankenhauslandschaft bundesweit genau die richtige Zielsetzung, um den Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine hochwertige und leistungsstarke medizinische Versorgung vor Ort zu garantieren.“

Die Zusammenarbeit zwischen der Marienhaus-Gruppe (MHG) und der DRK gemeinnützigen Trägergesellschaft Süd-West mbH (DRK SW) wird unter der Leitung des saarländischen Gesundheitsministeriums vorangetrieben. Ziel ist es, durch eine enge arbeitsteilige Kooperation finanzielle und organisatorische Synergien zu schaffen, die beiden Kliniken in Saarlouis zukunftsfähig zu machen und die Gesundheitsversorgung im Landkreis nachhaltig zu sichern.

Gesundheitsminister Magnus Jung betont: „Für die saarländische Landesregierung hat die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung oberste Priorität. Dass beide Häuser nun ein gemeinsames medizinisches Konzept entwickeln und ihre Kräfte bündeln, wird für Patientinnen und Patienten zu einer noch besseren Versorgungsqualität führen.“

Zusammenarbeit als Antwort auf Herausforderungen

Beide Klinikträger – die MHG und die DRK SW – möchten durch ein gemeinsames Gesundheitskonzept die Stärken der jeweiligen Einrichtungen besser nutzen und Synergieeffekte heben. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der MHG, Sebastian Spottke, sieht in der Kooperation großes Potenzial: „Saarlouis verfügt mit den beiden Krankenhäusern über eine herausragende medizinische und pflegerische Kompetenz mit hochengagierten Mitarbeitenden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es dem DRK und uns gemeinsam gelingen wird, hier eine dauerhaft sichere Versorgung zu etablieren.“

Christian Eckert, Geschäftsführer der DRK Trägergesellschaft Südwest, ergänzt: „Gemeinsam mit der Politik wollen die beiden Träger eine Lösung gestalten, die für den Kreis Saarlouis und darüber hinaus dauerhaft eine exzellente medizinische Versorgung und stabile Beschäftigungsverhältnisse gewährleistet.“

Blick in die Zukunft

Die Umsetzung der Kooperation soll nach aktueller Planung Mitte 2025 beginnen. Landrat Patrik Lauer sieht in der Bündelung der Kräfte einen zukunftsweisenden Ansatz: „Durch die in einer verstärkten Kooperation liegenden Möglichkeiten der Spezialisierung wird der Grundstein für weiterhin hochwertige und verlässliche medizinische Leistungen in unserem Landkreis gelegt.“

Mit der Kooperationsinitiative der beiden Kliniken, die auf die aktive Mitgestaltung der Gesundheitsreform abzielt, wird nicht nur die medizinische Versorgung gestärkt, sondern auch ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit der Krankenhauslandschaft im Saarland gesetzt.

Jessika Schiffer nominiert für den Nationalkader: Royals-Guard im Fokus der EuroBasket-Qualifikation

Saarlouis Royals-Guard Jessika Schiffer wurde von Bundestrainerin Lisa Thomaidis für den Kader der Nationalmannschaft nominiert. Die talentierte Spielerin steht somit im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft für die EuroBasket Women 2025-Qualifikationsspiele im Februar. Damit gehört Schiffer zu den 14 Spielerinnen, die um einen Platz im finalen 12er-Kader kämpfen.

Bereits im vergangenen November hinterließ Jessika Schiffer bei den Partien gegen Griechenland und Tschechien einen starken Eindruck. Mit durchschnittlich 23,4 Minuten Spielzeit, 12,0 Punkten und 2,5 Assists überzeugte sie als Leistungsträgerin. Die Saarlouis Royals drücken ihrer Spielerin die Daumen, dass sie sich auch diesmal einen Platz in der Mannschaft sichert.

Deutschland wird am 6. Februar gegen Italien in Faenza und am 9. Februar in Glyfada gegen Griechenland antreten. Die deutsche Mannschaft ist zwar als Gastgeberland bereits für die Endrunde der EuroBasket 2025 qualifiziert, doch die Spiele fließen in die FIBA-Weltrangliste ein, in der Deutschland derzeit auf Platz 13 rangiert. Der Wettbewerb, der vom 18. bis 29. Juni 2025 stattfindet, wird unter anderem in Deutschland ausgetragen.

Schiffer ist nicht die einzige Spielerin der Royals, die in den kommenden Wochen bei den EuroBasket-Qualifiers aufläuft. Kapitänin Magaly Meynadier führt Luxemburg an, das kurz vor der erstmaligen EM-Qualifikation steht. Weitere Royals wie Gabija Meškonytė (Litauen) und Maruša Seničar (Slowenien) kämpfen mit ihren Nationalteams ebenfalls um die begehrten Plätze im Turnier.

Die Qualifikationsspiele bieten Basketball auf internationalem Top-Niveau und werden live übertragen. Fans können die Partien der deutschen Nationalmannschaft kostenlos auf MagentaSport und dem YouTube-Kanal der FIBA verfolgen.

Jessika Schiffer und die Royals-Familie dürfen sich auf spannende Wochen freuen, die nicht nur das Können der Spielerinnen, sondern auch die enge Verbindung zwischen Verein und Nationalmannschaft in den Vordergrund stellen.

Vortrag zur Aufarbeitung: Die Rolle des FV Saarbrücken vor der Saarabstimmung 1935

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Am 14. Januar fand im AWO-Fanprojekt **InnWurf** in Saarbrücken eine Veranstaltung des „Arbeitskreises Blau-Schwarze Geschichte“ statt. Anlass war der 90. Jahrestag der Saarabstimmung, bei der sich 1935 die überwältigende Mehrheit der Saarländer für den Anschluss an das Deutsche Reich entschieden hatte und die Rolle des 1. FC Saarbrücken dabei, der damals noch FV Saarbrücken hieß.

https://saarland-macht-urlaub.de/

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Ricardo Wilden, Leiter des AWO-Fanprojekts InnWurf, und Matthias Minnich von der aktiven Fanszene, der Virage Est. Beide betonten die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs und die Bedeutung von Erinnerungskultur.  „Fußball ist nicht nur Fußball. Er bedeutet Haltung, Integration und die Stärkung der Erinnerungskultur“,* erklärte Minnich und lobte die Arbeit des Arbeitskreises, der sich der historischen Aufarbeitung verschrieben hat. 

Hans Peter Klaucks Vortrag beleuchtete den historischen Verlauf von 1920 bis 1935 mit vielen Fotos und Videosequenzen, die er teilweise in englischen Archiven ausfindig machte.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Hans Peter Klauck, Heimatforscher aus Saarlouis. Klauck zeigte auf, wie der FV Saarbrücken (FVS), der Vorgängerverein des 1. FC Saarbrücken, aktiv in die nationalsozialistische Propaganda eingebunden war. Bereits deutlich vor 1935 zeigte der Verein nationalistische und antifranzösische Tendenzen. Klauck zitierte aus Vereinsunterlagen: *„Die Vereinsführung schloss Weihnachtsansprachen mit Lob für Adolf Hitler und Hindenburg, umgeben von Hakenkreuzfahnen.“* 

Auch Spieler des Vereins wurden instrumentalisiert. Edmund Conen, eine Vereinsikone und der damalige Star des FVS, spielte bereits vor der Saarabstimmung für die deutsche Nationalmannschaft – ein bewusst inszeniertes Signal der nationalsozialistischen Propaganda. Klauck vermutet, dass Conen von den Nazis benutzt wurde und unterstellte ihm keine rechtsradikale Gesinnung – im Gegensatz zu einem Mannschaftskollegen, der später ein gut gehendes Sportartikelgeschäft in der Saarbrücker Innenstadt führte. Prominent organisierte Spielreisen ins Deutsche Reich, die stets von politischen Inszenierungen begleitet wurden, sorgten für eine Bindung der Saarländer ans Reich – und natürlich umgekehrt. Am Tag der Abstimmung unterstützte der FVS die Deutsche Front aktiv, indem er mustergültig Transportdienste für Wähler organisierte. Verantwortlich für die enge Anbindung an die „Deutsche Front“ war der damalige Vereinspräsident Peter Kalder.

In der anschließenden Diskussion wurde nicht nur die erschreckende Nähe des FVS zur NS-Ideologie besprochen, sondern auch die Lücken in der historischen Aufarbeitung. Ein Teilnehmer wies auf die Zerstörung des Vereinsarchivs hin, die erfolgte, weil der Verein vom Totohaus in kleinere Räumlichkeiten an der Lebacher Straße umziehen musste: „Viele wichtige Dokumente wurden einfach entsorgt, was die Rekonstruktion der Vereinsgeschichte erschwert.“ Dennoch wurde deutlich, dass es nicht nur um die NS-Zeit geht. Auch die jüngere Vergangenheit des Vereins, etwa die Wahl eines rechtsradikalen Präsidenten in den 1990er Jahren, wurde angesprochen. 

Horst Bernard (Mitte) musste als Zweijähriger mit Mutter und Schwester nach Frankreich flüchten.
Horst Bernard (Mitte) musste als Zweijähriger mit Mutter und Schwester nach Frankreich flüchten.

Ehrengast des Abends war übrigens Horst Bernard, geboren 1932 in Beckingen, dessen Familie gegen das NS-Regime im Saarland kämpfte. Bernard schilderte eindrucksvoll die Flucht seiner Mutter mit seiner drei Monate alten Schwester im Kinderwagen und ihm, dem kleinen Sohn, gerade zwei dreiviertel Jahre alt, nach Frankreich. Er verglich die damalige Situation mit heute: Man dürfe diese Kräfte nie ans Ruder kommen lassen. Hitler habe es geschafft, Deutschland binnen kürzester Zeit gleichzuschalten.

Der Arbeitskreis kündigte weitere Veranstaltungen und eine Ausstellung im April an. „Es ist wichtig, nicht nur die dunklen Kapitel der Vergangenheit zu beleuchten, sondern auch in der Gegenwart wachsam zu bleiben“, betonte ein Teilnehmer der Diskussionsrunde. 

Die überaus gelungene und trotz frostigen Temperaturen sehr gut besuchte Veranstaltung machte deutlich, wie eng Sport und Gesellschaft verwoben sind. Vereine wie der 1. FC Saarbrücken müssen sich der eigenen Vergangenheit stellen. „Es gilt, besser spät anzufangen als nie“, fasste ein Teilnehmer treffend zusammen.

Nicht nur die Fans, sondern auch Vereinsverantwortliche selbst, wollen die Historie des Traditionsclubs beleuchten, beleben und pflegen. So hat der 1, Vorsitzende, Jörg Alt, der Vereinsführung die Einrichtung einer eigenen Abteilung „Historienpflege“ vorgeschlagen, die u.a. auch die Einrichtung eines FCS-Museums vorsieht, aber auch als Anlaufstelle für verdiente Spieler und Vereinskoryphäen dienen soll. Der Vorschlag hat eine positive Rückmeldung erhalten. Club-Präsident Hartmut Ostermann will das Vorhaben in Kürze mit Jörg Alt besprechen.

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Polizeikostenregelung bei Hochrisikospielen: Wegweisendes Urteil mit Folgen für das Saarland?

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Das Bundesverfassungsgericht hat die Erhebung von Gebühren für den polizeilichen Mehraufwand bei Hochrisikospielen als verfassungsgemäß bestätigt. Die Verfassungsbeschwerde der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) blieb erfolglos. Laut dem Urteil sollen Veranstalter solcher Spiele die Kosten übernehmen, die sie durch erhöhten Sicherheitsbedarf verursachen, statt die Allgemeinheit zu belasten.

Im Saarland hat das Urteil Diskussionen angestoßen. Innenminister Reinhold Jost (SPD) betonte im Stern die Signalwirkung der Entscheidung:  „Das heutige Urteil schafft Klarheit und Rechtssicherheit und gibt bezüglich der Abgrenzung zu anderen Veranstaltungen klare Leitplanken vor.“*

Das Saarland will die Möglichkeit einer Gebührenregelung prüfen und sich mit anderen Ländern abstimmen, um unterschiedliche Ansätze zu vermeiden. Jost schlägt eine Fonds-Regelung vor, bei der Veranstalter gestaffelt nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einzahlen. Dies soll gewährleisten, dass Vereine durch präventive Maßnahmen gegen Fangewalt einen Anreiz erhalten, die Sicherheitskosten zu minimieren.

Auch die CDU-Landtagsfraktion fordert schnelles Handeln. Raphael Schäfer erklärt „Spätestens jetzt muss das Saarland die Kosten des Mehraufwandes für Hochrisikospiele im Profifußball erheben. Diese Einnahmen könnten zweckgebunden für die dringend notwendige Personalaufstockung und bessere Bezahlung der Polizei eingesetzt werden.“ Dabei solle sich die Gebührenerhebung auf gewinnorientierte Großveranstaltungen mit besonderem Gefahrenpotenzial beschränken. Spiele ohne erhöhtes Risiko und nicht-kommerzielle Veranstaltungen müssten weiterhin gebührenfrei bleiben.

1. FC Saarbrücken: Abwarten auf DFB-Entscheidung

Der 1. FC Saarbrücken, als Drittligist nicht direkt von der Entscheidung betroffen, wies darauf hin, dass die 3. Liga unter der Zuständigkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) steht. In einer Stellungnahme hieß es: „Es bleibt abzuwarten, welche Haltung der DFB zu diesem Urteil einnimmt.“

Das Urteil hat bundesweit Debatten ausgelöst. Kritiker wie der VfL Osnabrück warnen vor möglichen Wettbewerbsverzerrungen, da kleinere Klubs durch hohe Gebühren stärker belastet würden. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Einschätzung der Sicherheitskategorie eines Spiels – die allein bei den Behörden liegt – zu Unklarheiten führe.

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