St. Ingbert. Das St. Ingberter Traditionsunternehmen VOIT hat gestern über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Für viele von ihnen bedeutet das nicht nur den Verlust ihres Arbeitsplatzes, sondern auch große persönliche und familiäre Unsicherheit. Entsprechend betroffen zeigte sich St. Ingberts Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer.
„Das ist ein schwarzer Tag für St. Ingbert. Aus persönlichen Schilderungen weiß ich, dass dies harte Schicksalsschläge für die langjährigen Mitarbeiter und deren Familien sind“, erklärte Meyer. Der Rathauschef steht bereits im Austausch mit dem Betriebsrat des Unternehmens – ein kurzfristiger Gesprächstermin mit der Stadt sei bereits vereinbart.
Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben sowohl dem Wirtschaftsministerium als auch der Geschäftsführung von VOIT ihre Unterstützung zugesichert. „Sowohl dem Wirtschaftsministerium als auch der Fa. VOIT wurde signalisiert, dass wir als Stadt im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen und unsere Hilfe anbieten“, so Dr. Meyer weiter.
Die Entlassungen kommen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen viele Unternehmen unter steigenden Energiepreisen, globalem Wettbewerb und einer insgesamt angespannten Wirtschaftslage leiden. Für Dr. Meyer ist klar: Es braucht nun auch eine politische Reaktion auf Bundesebene. „Umso wichtiger ist es nun, dass die Bundesregierung schnellstmöglich wirtschaftsfreundliche Bedingungen schafft, damit Unternehmen in Deutschland wieder eine Zukunft haben“, mahnte der Oberbürgermeister abschließend.
VOIT ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Arbeitgeber in St. Ingbert und weit über die Region hinaus bekannt. Umso größer ist die Betroffenheit angesichts der aktuellen Entwicklung – nicht nur bei den Beschäftigten, sondern in der gesamten Stadt.