Kurz vor Weihnachten 2024 appelliert das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz an Eltern und Familien, von der Anschaffung lebender Tiere als Geschenk abzusehen. Denn Tiere, die in der Festzeit zum spontanen Mitbringsel werden, laufen Gefahr, nach einiger Zeit im Tierheim zu landen. Der anfangs große Enthusiasmus über Welpen, Katzenjunge oder kleine Nager erlischt häufig, sobald die alltägliche Pflege, anfallende Kosten und der langfristige Zeitaufwand deutlich werden.
Staatssekretär Sebastian Thul verweist darauf, dass Tiere keine Waren sind, die man mal eben eintauscht oder entsorgt, wenn sie nicht den Erwartungen entsprechen. Ihr Wohl hängt entscheidend von Fachwissen, Aufmerksamkeit und Geduld ab. Wer sich überlegt, ein Haustier aufzunehmen, sollte sich umfassend über dessen Haltung informieren und realistisch abschätzen, ob die familiären Umstände mit den Bedürfnissen des Lebewesens vereinbar sind. Ein Hund kann je nach Größe und Rasse hohe Futter- und Tierarztkosten verursachen, Terrarien- oder Aquarienbewohner erfordern unter Umständen zusätzliche Stromkosten für Wärme- oder Filteranlagen.
Der Kauf eines Tieres sollte grundsätzlich nur über seriöse, vertrauenswürdige Quellen erfolgen. Als erste Anlaufstelle bietet sich das örtliche Tierheim an, das zudem hilfreiche Informationen bereitstellt. Von fragwürdigen Angeboten im Internet oder spontanen Käufen „aus dem Kofferraum“ wird nachdrücklich abgeraten.
Unterstützende Informationen zum Thema stellt das Ministerium online zur Verfügung. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet auf seiner Homepage www.haustier-berater.de weiterführende Hinweise. Für alle, die ein Tier in die Familie holen möchten, gilt: Gründliche Vorbereitung, verlässliche Informationsquellen und ein langfristiges Verantwortungsbewusstsein sind unabdingbar.