St. Ingbert – Die Polizeiinspektion St. Ingbert hat das Verkehrsunfalllagebild für das Jahr 2024 veröffentlicht. Insgesamt registrierte die Polizei 1.277 Verkehrsunfälle im Stadtgebiet – das entspricht einem leichten Rückgang um rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.311 Unfälle). Trotz dieses insgesamt stabilen Niveaus musste die Polizei für das Berichtsjahr drei Verkehrstote vermelden. In den Jahren 2022 und 2023 war jeweils eine tödlich verunglückte Person zu beklagen, 2020 und 2021 dagegen keine.
Bei 120 der registrierten Unfälle wurden Menschen verletzt, insgesamt 166 Personen. Die Zahl der Schwerverletzten blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 26. Die Zahl der Leichtverletzten sank von 151 im Jahr 2023 auf 137, was einem Rückgang von etwa 9,3 Prozent entspricht.
Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen war mit 22 Unfällen mit Personenschaden am häufigsten als Verursacher beteiligt, gefolgt von den 55- bis 64-Jährigen mit 19 Unfällen.
Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle blieben unverändert: nicht eingehaltene Sicherheitsabstände, überhöhte Geschwindigkeit und Missachtung von Vorfahrtsregeln. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stieg leicht von 33 auf 34.
Ein weiteres Problemfeld blieb die Unfallflucht. Insgesamt 316 Fälle wurden registriert (2023: 342), davon konnten 114 aufgeklärt werden (Vorjahr: 120).
Bei der Auswertung von Unfallhäufungen wurden keine besonderen innerörtlichen Unfallschwerpunkte festgestellt. Überörtlich traten Häufungen auf zwei Streckenabschnitten auf, die als Wildunfallstrecken bekannt sind: auf der Landesstraße 126 zwischen Rentrisch und Neuweiler sowie auf der L 235 zwischen St. Ingbert und Oberwürzbach.
Eine abschließende Bewertung durch die Verkehrsunfallkommission steht noch aus. Dennoch befinden sich die Stadtverwaltung St. Ingbert und die Polizei laut Polizeiinspektionsleiter Torsten Towae in kontinuierlichem Austausch, um mögliche Gefahrenlagen im Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.