Saarbrücken – Mit deutlicher Mehrheit haben CDU, SPD und FDP in der Regionalversammlung des Regionalverbands Saarbrücken den Haushalt für das Jahr 2025 beschlossen. Dieser umfasst rund 723 Millionen Euro, was einem Anstieg um etwa 57 Millionen Euro im Vergleich zum laufenden Jahr entspricht. Knapp 80 Prozent der Gesamtausgaben entfallen auf die Bereiche Jugend, Arbeit und Soziales.
Sozialausgaben im Fokus
Ein erheblicher Teil der Mittel wird für soziale Leistungen bereitgestellt. Zu den größten Posten zählen rund 137 Millionen Euro für die Kosten der Unterkunft von Bürgergeld-Berechtigten sowie 98 Millionen Euro für den Sozialen Dienst und die Sozialraumbüros des Jugendamtes. Zudem fließen 79 Millionen Euro in die Grundsicherung für überwiegend ältere Menschen und 60 Millionen Euro in Personalkostenzuschüsse für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten.
Investitionen in Schulen und Kitas
Neben den sozialen Aufwendungen setzt der Regionalverband verstärkt auf Bildungsinfrastruktur: Über Kreditaufnahmen werden weitere 83 Millionen Euro in Baumaßnahmen an Schulen investiert, um Unterrichtsbedingungen und Gebäudestandards nachhaltig zu verbessern. Zudem sind 12,5 Millionen Euro für Zuschüsse in den Kita-Ausbau vorgesehen, um die Betreuungsqualität und -kapazitäten zu erhöhen.
Stabile Umlage für Städte und Gemeinden
Der nicht durch Erstattungen von Bund und Land gedeckte Ausgabenanteil muss über die Regionalverbands-Umlage von den zehn kreisangehörigen Städten und Gemeinden getragen werden. Diese steigt um etwa 15 Millionen Euro auf insgesamt 310 Millionen Euro an. Trotz des höheren Gesamtvolumens erhöht sich der Umlagesatz nur leicht auf 53,8 Prozent und gehört damit weiterhin zu den niedrigsten im Saarland.
Einstimmige und mehrheitliche Beschlüsse von Zusatzanträgen
Mehrere Anträge aus den Fraktionen wurden in den Haushalt integriert. Einstimmig beschlossen wurde unter anderem die Erhöhung der Zuwendung an das Bertha-Bruch-Tierheim um 35.000 Euro sowie ein Stipendium für Berufsbetreuer in Höhe von 5.000 Euro. Mehrheitlich angenommen wurden Anträge zur Bereitstellung von 150.000 Euro für Arbeitsgelegenheiten für geflüchtete Menschen sowie Maßnahmen zur Ausstattung der Schulen mit leitungswasserbasierten Frischwasserstationen.
Mit dem verabschiedeten Haushalt für 2025 setzt der Regionalverband Saarbrücken auf eine breite finanzielle Grundlage, um soziale Bedürfnisse zu decken, Bildungsinfrastrukturen zu stärken und gleichzeitig nachhaltige Entwicklungsimpulse in der Region zu ermöglichen.