Saarbrücken – Der Unfall an der Schleuse Müden am 8. Dezember 2024, bei dem ein Schiff ungebremst in ein geschlossenes Schleusentor gefahren ist, hat nicht nur erhebliche Sachschäden verursacht, sondern betrifft auch die Wirtschaft in der Saar-Lor-Lux-Region. Zahlreiche Unternehmen entlang von Saar und Mosel stehen nun vor Herausforderungen, da etwa 70 Fahrzeuge infolge der Havarie feststecken.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Oliver Luksic begrüßt die Bemühungen des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts, den Schaden schnell zu ermitteln und ein Sanierungskonzept zu entwickeln. Seiner Ansicht nach wäre ein Notbetrieb der Schleuse eine wichtige Übergangslösung, um den in der Warteschleife befindlichen Güterverkehr wieder in Bewegung zu bringen. Ein solcher eingeschränkter Betrieb könnte auch in den kommenden Monaten sinnvoll sein, bis die Schleuse vollständig saniert ist.
Darüber hinaus spricht sich Luksic für einen zeitnahen Runden Tisch aus, an dem neben Vertretern der Logistikbranche und der regionalen Wirtschaft auch Akteure aus Luxemburg und Frankreich teilnehmen sollten. Ziel sei es, verschiedene Szenarien für die kommenden Wochen und Monate zu erörtern, um den betroffenen Unternehmen Planungssicherheit zu geben. Auf diese Weise können sie ihre Warenströme besser an veränderte Bedingungen anpassen und Lieferketten neu koordinieren, um wirtschaftliche Schäden zu minimieren.