StartRegionalverband SaarbrückenSaarbrückenSaarbrücken beendet Q-Park-Vertrag – Stadt gewinnt Kontrolle über Parkraumbewirtschaftung zurück

Saarbrücken beendet Q-Park-Vertrag – Stadt gewinnt Kontrolle über Parkraumbewirtschaftung zurück

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Saarbrücken – Die Landeshauptstadt Saarbrücken wird künftig einen Großteil ihrer Parkflächen wieder selbst bewirtschaften. Die vorzeitige Auflösung des langjährigen Generalpachtvertrags mit dem privaten Parkraumbetreiber Q-Park ist nach Einschätzung der politischen Akteure im Stadtrat ein bedeutender Schritt zur Rückgewinnung kommunaler Gestaltungshoheit.

Helmut Isringhaus
Dr. Helmut Isringhaus (Foto: FDP Saar)

Aus Sicht der FDP-Stadtratsfraktion wurde mit dem ausgehandelten Vertrag eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden. „Wichtig ist, dass die Stadt wieder Gestaltungshoheit über ihre Parkplatzplanung und -bewirtschaftung zurückbekommt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Dr. Helmut Isringhaus. In den vergangenen Jahren habe es wiederholt Kritik an Q-Park gegeben. Nun könne die städtische Betreibergesellschaft KBS unter Beweis stellen, dass sie eine nutzerfreundlichere Alternative biete.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung des motorisierten Individualverkehrs für den Einzelhandel in Saarbrücken warnt die FDP zugleich vor einem Rückbau von Parkflächen. Besonders im Hinblick auf den geplanten Abriss und Neubau des Parkhauses am Rathaus sei sicherzustellen, dass die Zeit zwischen Schließung und Wiedereröffnung möglichst kurz gehalten werde. Auch Parkflächen wie am Beethovenplatz müssten erhalten bleiben. Zugleich sehe man die Notwendigkeit zur Begrünung innerstädtischer Flächen, jedoch mit Augenmaß und zuerst auf versiegelten Arealen wie dem Landwehrplatz.

Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt die Vertragsauflösung ebenfalls, betont jedoch eine andere Stoßrichtung. „Ein Vierteljahrhundert Q-Park ist genug. Jetzt kommt öffentliches Eigentum wieder zurück in öffentliche Hand“, erklärte SPD-Fraktionschef Mirco Bertucci. Der Schritt ermögliche neue Handlungsspielräume für die Entwicklung der Innenstadt.

Für die SPD bleibt insbesondere der Beethovenplatz ein zentrales Thema. Man halte an dem Ziel fest, die Aufenthaltsqualität an diesem Ort zu erhöhen und mehr Grünflächen zu schaffen. Darüber hinaus eröffne die Vertragsauflösung auch Chancen für weitere Projekte wie das Gerberviertel, einen möglichen autofreien Rathausplatz oder eine Innenstadtumfahrung zwischen Bus- und Hauptbahnhof. Auch für den Roonplatz in Alt-Saarbrücken gebe es bereits Ideen. Bertucci erwartet zudem Veränderungen im Preisgefüge: „Wir sind gespannt, ob Q-Park die jetzigen überhöhten Parkgebühren ohne das bisherige Quasi-Monopol halten kann. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.“

Beide Fraktionen sehen in der Rückübertragung der Verantwortung an die Stadt auch Herausforderungen. Neben einer ausgewogenen Flächenplanung müsse die KBS künftig besonders auf Sauberkeit und Sicherheit in den Parkhäusern achten – Bereiche, die in den vergangenen Jahren häufig kritisiert wurden. Die Stadtverwaltung plant, den Übergang schrittweise zu gestalten und die Bürger frühzeitig über Änderungen bei Tarifen, Nutzungsbedingungen und verfügbaren Stellplätzen zu informieren.

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